Meine Backupstrategie

Ich bin per Mail gefragt worden, wie ich meine Daten auf meinem externen USB 3-Gerät sichere. Weil ich glaube, dass sich dafür auch andere interessieren, schreibe ich mal auf, wofür ich das Gehäuse verwende und mit welcher Stategie ich bislang gute Erfahrungen gemacht habe.

Hardware

Fantec MR-35DU3Ich habe das Fantec MR-35DU3 jetzt seit rund zwei Jahren im Einsatz und es dient mir einerseits als Datenablage für Projektdateien und meine Fotos und als Sicherungslaufwerk. Daher betreibe ich es im JBOD-Modus, weil ich unabhängig voneinander auf beide Platten zugreifen möchte.

Wer plant, dieses Gehäuse als reines Sicherungslaufwerk einzusetzen, sollte es mit zwei gleich großen Platten ausstatten und es im RAID 1-Modus betreiben. Dann wird das Gehäuse im System als einzelnes Laufwerk angezeigt. Alle Daten, die dorthin kopiert werden, landen gleichzeitig auf beiden Platten. Geht eine kaputt, sind die Daten in jedem Fall auf der anderen Platte enthalten.

Mir reicht der JBOD-Modus, da ich die gesicherten Daten von den Originalplatten nicht lösche und sie daher immer auf diesen liegen.

Software

acronis_trueimageSeit Jahren fahre ich sehr gut mit Acronis TrueImage, mit dem ich jeden Tag meine beiden Platten (die interne und die andere im Gehäuse) inkremetell wegsichere. Das heißt, dass alle paar Tage eine Komplettsicherung angefertigt wird und danach nur noch täglich das, was sich ändert. Wenn die Sicherungsplatte voll ist, werden alle bestehenden Sicherungsdateien gelöscht und es geht wieder von vorn los.

Um beim Arbeiten nicht gestört zu werden (durch Ruckler oder sich langsam öffnende Programme), habe ich die Priorität des Backupprozesses auf niedrig gestellt. Dann sehe ich nur an der jeweiligen Laufwerks-LED, dass gerade eine Sicherung ausgeführt wird. Allerdings hat das auch zur Folge, dass die Sicherung selbst langsamer abläuft. Bei meiner rund 250 GB großen internen Systemplatte dauert das Komplettbackup dann schon mal rund 3h. Mit hoher oder normaler Priorität wäre das Backup in einer halben Stunde fertig. Aber da es sowieso im Hintergrund läuft und nicht stört, ist die reine Laufzeit für mich zweitrangig. Die inkrementellen Sicherungen brauchen für 15 GB rund 10 min mit niedriger Priorität.

Da ich das Fantec-Gerät den ganzen Tag laufen lasse, wird das Backup auch vollautomatisch ausgeführt. Wer es nur hin- und wieder braucht wird, z.B. als Ablage für nicht so oft verwendete Dateien oder zum gelegentlichen Sichern, braucht das Gehäuse auch nur dann anschließen, wenn es notwendig ist.

Fazit

Ich sichere so mein System schon seit Jahren und bin damit sehr zufrieden. Ich kann jederzeit die Sicherungsdateien als eigenes Laufwerk mounten, um einzelne Dateien wiederherzustellen, was mir bislang auch schon einige Male aus der Patsche geholfen hat. Natürlich ist auch der schnelle Wiederherstellen der Systemplatte möglich. Zumindest geht das schneller, als Windows neu aufzusetzen und alle Programme neu zu installieren.

Über den Autor

Michael Sonntag
Michael Sonntag schreibt hier über Tipps und Tools, um die tägliche, wiederkehrende Arbeit im Büro oder Homeoffice zu erleichtern. Mehr von Michael gibts u.a. auf PAPIERLOS LESEN.

3 Kommentare

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  1. Rene sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für die Einführung in Deine Backupstrategie.
    Ich denke es wird vielen Anwendern die Arbeit erleichtern.

    Gruß
    Rene

  2. Alexander Müller sagt:

    Cooler Artikel und ich danke dir für diesen Tipp.

  3. Martin Lopez sagt:

    3-2-1 Regel …

    – deine Daten sind mindestens insgesamt 3x vorhanden
    – auf mindestens 2 zusätzlichen verschiedenen Datenträgern
    – einer davon ist an einem anderen Standort (Wasserschaden, Feuer, Diebstahl)

    Alles andere kann unweigerlich irgendwann einmal zum Totalverlust aller Daten führen. Ich habe schon einige Menschen heulen sehen … weil die Daten plötzlich weg waren und weil Kollege Murphy da einen guten Tag hatte.

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