Disc Autostart System – eine kostenlose Alternative zum Erstellen von CD- bzw. DVD-Menüs

Wer auf der Suche nach einem Programm zum Erstellen von CD- bzw. DVD-Menüs ist, wird auf Anhieb ein paar Programme finden, die preislich teilweise jenseits von gut und böse sind. Zumindest, wenn man sie kommerziell einsetzen möchte. Ich habe ja ansich keine Schmerzen, ein Programm zu kaufen, aber wenn ich das Zehnfache ausgeben soll, nur damit die paar CDs, die ich verkaufe, mit einem Menü ausstatten kann, dann hörts bei mir auch auf.

Glücklicherweise habe ich mit dem Disc Autostart System von Kevin Wan eine hervorragende Alternative gefunden, die zudem völlig kostenlos ist.

Disc-Autostart-System

Anders als andere Programme auf diesem Sektor dient Disc Autostart System nicht dazu, die Oberfläche des Menüs zu gestalten. Das geschieht per HTML mit jedem ganz normalen Webeditor.

Das Programm kümmert sich nur darum, dass diese HTML-Seite als eigene Anwenudung angezeigt wird. Und das macht es richtig gut. Es gibt verschiedene Einstellungen, um z.B. die Größe des Menüfensters zu steuern oder auszuwählen, ob es eingebetttet in ein Windowsfenster oder ganz losgelöst davon angezeigt wird. Es ist auch möglich, das Menüfenster als Skin anzulegen, um komplett frei in der Gestaltung zu sein.

Darüberhinaus kann eingestellt werden, wie sie Tastaur und Maus verhalten sollen, ob das Menü beispielsweise auf keine oder nur ein paar Tasten reagiert oder welches Programm zusätzlich beim Start oder Beenden des Menüs gestartet werden soll.

Wer einen PC im Kioskmodus betreibt und nicht möchte, dass jeder die Anwendung beenden kann, sperrt das Beenden des Menüs einfach mit einem Passwort. Außerdem kann festgelegt werden, welche Dateitypen direkt ausgeführt werden und bei welchen das Menü ggf. das Downloadmenü anzeigen soll.

Ich habe mal einen Film gemacht, in dem ich anhand des neuen Autostartmenüs der FixFoto „In The Box“-Version zeige, wie das Programm funktioniert und welche Einstellungen getroffen werden können.

Wer nach der Installation erstmal schauen will, was mit dem Programm überhaupt möglich ist, sollte das Beispielprojekt ausführen, das auf Startseite verlinkt ist. Die entsprechenden Projektdateien dazu finden sich im Programmverzeichnis.

Etwas vermisst habe ich eine Übersicht, die alle Befehle, die die INI-Datei versteht auflistet und erklärt. Und einen Knopf, um das gerade bearbeitete Menü direkt zu speichern und auszuführen, ohne den Umweg über „Einstellungen speichern“ gehen zu müssen.

Aber ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Programm. Da HTML und CSS für mich keine Fremdwörter sind, kann ich mir genau die Startmenüs bauen, die ich brauche.

Über den Autor

Michael Sonntag
Michael Sonntag schreibt hier über Tipps und Tools, um die tägliche, wiederkehrende Arbeit im Büro oder Homeoffice zu erleichtern. Mehr von Michael gibts u.a. auf PAPIERLOS LESEN.

2 Kommentare

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  1. Willi Winzig sagt:

    Gut gemacht! Gefällt mir. Ich werde auch was spenden, denn inzwischen habe ich es schon für meine eigenen Projekte eingesetzt und es funktioniert wirklich prima!

  2. Wenn der Browser noch die Eigenschaften von HTML5 hätte, nämlich Video und Audio Player, wäre ein Weg zur perfekten Presentation geöffnet.

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