ManicTime – Arbeitszeit am PC vollautomatisch erfassen

Ich arbeite als Freiberufler am PC zeitweise für andere und muss daher genau wissen, wie lange ich an verschiedenen Projekten gearbeitet habe. Früher habe ich die Arbeit einfach geschätzt, danach habe ich eine Zeitlang Programme ausprobiert, mit denen man während der Arbeit die Zeit stoppen kann.

Ich bin ziemlich schnell zu dem Schluss gelangt, dass diese Programme nicht mit meiner Arbeitsweise funktionieren, da beim Arbeiten immer wieder etwas dazwischen kommt (z.B. Telefonanrufe, E-Mails), das nicht zum Projekt passt und ich dementsprechend die Stoppuhr anhalten muss. Danach vergesse ich meistens, dass es sie gibt und der Rest der Arbeitszeit bleibt unaufgezeichnet.

Irgendwann habe ich ManicTime kennen- und lieben gelernt, das es in einer kostenlosen Free- und in einer rund 50 € teuren Professional-Version gibt.

manictimetracker

Dieses Programm läuft die ganze Zeit im Hintergrund mit, zeichnet dabei alle Aktivitäten (aktive Anwendungen und geöffnete Dokumente) des Rechners auf und stellt sie ansprechend auf einer Zeitleiste dar.

tagUm einzelne Projekte auseinander halten zu können, werden sie durch Tags (=Schlagworte) markiert. Das geschieht manuell, indem ich über die Anwendungszeitleiste das passende Programm auswähle und den markierten Zeitabschnitten einen passenden Tag vergebe. Ich sehe dann auch gleich, wie lange ich für diesen Zeitabschnitt gebraucht habe.

In der Professional-Version sind auch sogenannte Autotags möglich. Diese können mit einem Programm oder Dokument verknüpft werden und wann immer das Dokument oder das Programm geöffnet ist, wird ein entsprechender Tag automatisch hinzugefügt. Zusammen mit dem ebenfalls nur in der Pro-Version verfügbaren Stundenzettel kann ich ganz schnell sehen, wie lange ich in welchem Zeitraum an welchem Projekt gearbeitet habe.

ManicTime ist eines der Programme, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Es läuft im Hintergrund und lässt mich so arbeiten, wie ich es möchte. Ich muss mich nicht um Stoppuhren kümmern (auch wenn ManicTime auch eine mitbringt) und darum, sie rechtzeitig ein- bzw. auszuschalten. Am Ende des Monats kann ich mir eine Übersicht erstellen lassen, wie lange ich woran gearbeitet habe. Ich habe übrigens lange mit der Freeversion gearbeitet bis mich die Vorteile der Pro-Version (und meine Faulheit, die Projekte nicht alle mit der Hand vertaggen zu wollen) dann überzeugt hatten, die rund fünfzig Euro zu investieren.

Über den Autor

Michael Sonntag

Michael Sonntag schreibt hier über Tipps und Tools, um die tägliche, wiederkehrende Arbeit im Büro oder Homeoffice zu erleichtern. Mehr von Michael gibts u.a. auf PAPIERLOS LESEN.

3 Kommentare

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  1. Markus sagt:

    Hallo, vielen Dank für diesen Artikel. Nach genau so einer Software habe ich gesucht. Ich habe jetzt einige Zeit mite eingesetzt und in der Tat war es nervig, dass ich immer wieder vergessen habe die Zeit zu starten oder zu stoppen oder die neue Aufgabe auszuwählen.

    Bevor ich das Programm installiere habe ich allerdings noch eine Rückfrage: Ich arbeit abwechselnd an zwei Geräten (PC und Notebook). Ist es möglich, mit der Vollversion der Software beide zu erfassen und die Daten in einer Auswertung zusammen zu fassen? – Dass ich gleichzeitig an beiden Geräten arbeite, kommt eigentlich nicht vor, es könnte allerdings mal sein, dass meine Kinder zum Beispiel am PC was im Internet schauen, während ich am Notebook arbeite. Benötige ich dafür dann zwei Lizenzen? – Falls es nicht geht, könnte ich wohl auch mit zwei separaten Aufzeichnungen leben. Dann sehe ich gleich noch, an welchem Gerät ich wie viel Zeit verbracht habe.

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